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Walter Straumann, Regierungsrat

Justiz

Am 1. März dieses Jahres hat der neue Oberstaats­anwalt Felix Bänziger seine Tätigkeit aufgenommen. Ich verspreche mir sehr viel von ihm, ist er doch ein ausge­wiesener Fach­mann und eine erfahrene Persönlichkeit. Bänziger verfügt über 30 Jahre Berufs­erfahrung in der Strafverfolgung und eine breite Führungs­praxis. Letzteres war eine wesentliche Anforderung an den neuen Oberstaatsanwalt.

Ich bin überzeugt: Mit ihm an der Spitze wird es gelingen, das ramponierte Ansehen der Justiz in unserem Kanton innert Kürze wieder herzustellen. Dass er sich gleich nach Amtsantritt mit Verjährungs­problemen und unentschuldbaren Akten­verlusten zu beschäftigen hatte, war nicht absehbar gewesen. Als direkte Folge dieses Falls hat er die interne Kontrolle bereits intensiviert. Dennoch gilt: Die Staats­anwaltschaft als Organisation ist leistungs­fähig und hat bereits in der Vergangen­heit mehr als 30'000 Verfahren im Jahr erledigt. Die im November 2004 vom Solothurner Stimmvolk deutlich gutgeheissene Justiz­reform greift. Es gilt nun, gemachte Fehler nicht mehr zu wiederholen und das Justizwesen zu stabilisieren.

Felix Bänziger wird es obliegen, eine gewisse Organisations­kultur in der Staats­anwaltschaft einzuführen. Diese ist heterogen zusammen­gesetzt, denn ehemalige Untersuchungs­richter haben nun mal ein ganz anderes Selbst­verständnis als Staats­anwälte. Der Oberstaats­anwaltschaft soll Strukturen schaffen, auch mit Signal­wirkung nach aussen. Aufgrund seiner natürlichen und fachlichen Autorität wird ihm dies gelingen.